Sportartikel in der Kritik - doch es gibt nachhaltige Alternativen zu Adidas

Zu Beginn der Fußballweltmeisterschaft verbreitete sich mal wieder ein Skandal der Textilindustrie in den Medien. Greenpeace veröffentlichte eine Studie, der zufolge die großen Marken in der Sportindustrie weiterhin unter miserablen Bedingungen produzieren lassen. Gleichzeitig wiesen Forscher Giftbestandteile in der Kleidung nach. Adidas reagierte mit einem Fahrplan

Immer wieder dringen Schreckensmeldungen aus der Textil- und Sportartikelindustrie an die Öffentlichkeit: Brände, einstürzende Fabrikgebäude, miserable Löhne und Arbeitsbedingungen, Gifte in Produkten. Seit Jahren bemängeln Kritiker diese Missstände. Ohne großen Erfolg.
Der Greenpeace-Studie zufolge, enthalten viele der Artikel von großen Herstellermarken giftge Inhaltsstoffe mit schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit. Während kein direkter Schaden von den getesteten T-Shirts, Schuhen und WM-Bällen für die Konsumenten ausginge, würden die Giftstoffe jedoch ungehindert in die direkte Umwelt der Herstellungsländer abgegeben.
Jetzt, kurz vor der Fußballweltmeisterschaft, hat Adidas nach Protesten von Greenpeace eingelenkt. 
Das Unternehmen verspricht, bis 2020 alle Produkte ohne perfluorierte Chemikalien (PFC) herzustellen. Diese bauen sich in der Umwelt nur schwer ab und stehen unter anderem in Verdacht, das Hormonsystem und die Fortpflanzung von Menschen und Tieren negativ zu beeinflussen. Zudem will Adidas bis Ende 2014 die Abwasserdaten von 99 Prozent der Lieferanten in China veröffentlichen, bis Mitte 2016 mindestens 80 Prozent der Abwasserdaten weltweit. Außerdem kündigt das Unternehmen mehr Transparenz über die Produktionsbedingungen an. Ein wichtiger Schritt für die viel kritisierte Industrie – aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach wie vor werden die meisten Sportartikel unter problematischen Bedingungen hergestellt. In vielen Produkten befinden sich giftige Substanzen. Doch Verbraucher können Einfluss nehmen. Denn es gibt sie: Sportartikelfirmen, die nachhaltiger und umweltfreundlicher produzieren. Und bei WeGreen sind sie ganz leicht zu finden.

Andere Global Player der Branche lassen solches Engagement bislang vermissen. Doch das Beispiel zeigt: Langsam aber sicher setzt ein Umdenken ein. Bei Unternehmen, aber auch bei Konsumenten. Immer mehr Menschen möchten nachhaltiger und umweltverträglicher einkaufen. Wie aber solche Produkte finden, ohne aufwändig zu recherchieren oder zahlreiche Läden abzuklappern? Vielen Konsumenten ist das zu mühsam. Auch Siegel und Zertifikate bieten häufig keine Hilfe. Ihre Zahl ist inzwischen kaum mehr zu überschauen. Und wer weiß schon, wofür ein Siegel genau steht und wie glaubwürdig es ist? WeGreen weiß es, sammelt die Informationen und vergibt die Ampel mit Note.

Grüne Alternativen sind zum Beispiel ein Fußball von Ethletic oder Gepa und Sportschuhe von Mizuno, die von WeGreen mit einer grünen Ampel gekennzeichnet sind. Fußballschuhe und Bälle von Adidas schneiden bei WeGreen deutlich schlechter ab. Mizuno, das japanische Unternehmen ist hierzulande bislang kaum bekannt – produziert aber hochqualitative Sportartikel, die nicht teurer sind als die etablierte Konkurrenz, dafür aber nachhaltiger hergestellt. 
 
Es gibt sie also - nachhaltige und günstigere Alternativen zu herkömmlichen Produkten. Jetzt kann die WM wirklich kommen.