Weg mit dem Winterspeck! Sportmarken im Vergleich:

Warum tummeln sich nur alle großen Sportmarken im Mittelfeld? "Mittelmäßig in Sachen Nachhaltigkeit", das hört sich ja nicht gerade besonders sportlich an. 
Das japanische Unternehmen Asics ist die fünftgrößte Marke im Sportschuh-Markt weltweit und macht 1,6 Mrd. Euro Umsatz. Dennoch hat Asics nicht vor alle gefährlichen Chemikalien aus dem Lebenszyklus der Produkte zu entfernen. Außerdem werden die Löhne nicht offiziell an einem ortsabhängigen Mindesteinkommen ausgerichtet. Somit ist nicht bekannt, ob Asics seine Arbeitnehmer über oder unter einem solchen bezahlt.

Derweil zeigen Outdoormarken wie Vaude und Jack Wolfskin, wie man Produkte generell nachhaltiger herstellt. Aber natürlich werden auch diese Outdoormarken ständig kritisch begutachtet und getestet. Greenpeace zum Beispiel untersuchte erst kürzlich Outdoorbekleidung auf Imprägniermittel der Katgegorie Fluorcarbonharze und fand sie überall. Wir kennen sie von der Teflonpfanne und GoreTex. Sie wirken nicht nur wasserabweisend, sondern gleichzeitig auch öl- bzw. schmutzabweisend. Eine hauchdünne Schicht reicht für diesen Effekt und trotzdem bleiben ­Jacken leicht und atmungsaktiv. Aber laut Greenpeace sind alle PFCs langlebig und stark umweltschädigend. "Das heißt, einmal in die Umwelt freigesetzt, werden sie so gut wie nicht abgebaut und verteilen sich über den Globus. Die toxischen Eigenschaften sind häufig unbekannt. Meistens, weil sie noch nicht ausreichend untersucht wurden." 

Als Reaktion auf diese Untersuchung entschieden sich fast alle Outdoormarken bis 2020 auf PFC in Bekleidung zu verzichtenEine ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Alternative zu mit PFC imprägnierten Stoffen wie GoreTex ist z.B. Sympatex oder Polyurethan. Soll der Stoff nicht nur wasserdicht, sondern auch schmutzabweisend sein, empfehlen sich laut Marijke Schöffel Imprägnierungen mit Wachsen oder Paraffinen, Polyurethanen, Dendrimeren oder Silikonen. Hier muss man dann aber wohl im Detail beim Hersteller nachfragen.

Fakt ist, dass man manchmal vernünftige Outdoorkleidung braucht aber nicht bis 2020 warten kann. Es ist also wünschenswert, dass PFC baldmöglichst nicht mehr in Outdoobekleidung vorkommt. Es ist übrigens nicht bisher nicht nachgewiesen, dass PFC-Imprägnierungen für den Träger eine akute Gefahr darstellen„Die Wirkungen sind eher langfristig zu sehen, weil die Stoffe in die Umwelt gelangen und die Menschen sie so irgendwann wieder aufnehmen“, sagt Lena Vierke, Expertin beim Umweltbundesamt.

Wir wünschen den Marken daher wir viel Erfolg auf der Rennstrecke Richtung Nachhaltigkeit und Euch viel Spaß beim Sporteln.