WeGreen, was ist Dein Motor?

Max: Was ist an dem Geschäftsmodell von WeGreen neu?

Maurice: Als Marktplatz, der Produkte nach ihrer Nachhaltigkeit sortiert, funktionieren wir im Grunde genau wie eine Preissuchmaschine. Nur dass unsere Hauptaufgabe ist zu sagen, wie nachhaltig das einzelne Produkt ist. Außerdem zeigen wir auch, wo man diese Produkte kaufen kann. Wir bekommen also Provisionen der Shops für Kaufvermittlung oder eingehende Klicks. Das ist ein sehr etabliertes Geschäftsmodell, an dem eigentlich nichts neu ist. Dieses Modell aber für nachhaltige Produkte zu nutzen doch. Eine Preissuchmaschine sortiert nach Preis, herkömmliche Qualitätsbewertungsseiten nach Qualität und wir eben nach Nachhaltigkeit.

Max: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell?

Maurice: Für das Geschäftsmodell ist Nachhaltigkeit lediglich das Attribut. Aber für uns ist es der Kern unseres Tuns. Deswegen hatten wir als Aprilscherz zum Beispiel WeRed gelauncht. Wenn es einen Markt für explizit nicht-nachhaltige Produkte geben würde, dann könnte man nämlich hier ebenso als Vermittler fungieren. Nur dann wäre Nachhaltigkeit nicht das Attribut des Geschäftsmodells. Glücklicherweise aber wollen viele Leute nachhaltige Produkte kaufen, und wir bieten ihnen die Informationen dazu. Wir wissen, welche Produkte schlecht sind – also rot. Und wir wissen, welche gut sind – also grün. Unsere These lautet, dass Menschen, die bessere Informationen haben, auch bessere Kaufentscheidungen treffen. Bei uns könnte man zwar auch die roten Produkte kaufen – also die nicht-nachhaltigen – aber den meisten Umsatz machen wir tatsächlich mit den nachhaltigen Produkten. Wir sorgen dafür, dass bessere Sachen gekauft werden – Fairtrade-Produkte oder ökologische Produkte oder gesunde Produkte. Das Spannende ist dabei, dass wir die Hersteller, die schlecht abschneiden ebenfalls auszeichnen –nämlich mit einer roten Nachhaltigkeitsampel. Und je häufiger diese gesehen wird, desto grösser ist auch der Einfluss auf den jeweiligen Hersteller. Wir sagen zum Beispiel: „Hey, Ferrero deine Ampel ist rot. Das haben soundso viele Menschen gesehen, soundso viele haben grüne Alternativen gekauft.“ Darauf basierend findet eine die Veränderung in Unternehmen statt – hin zu mehr Nachhaltigkeit – und zwar weil es ein Imagedruck ist, weil es ein Verkaufszahlendruck ist. Also ist für uns das Ziel: Menschen über die Nachhaltigkeit von Produkten und Unternehmen zu informieren.

Max: Wie hast Du dieses Geschäftsmodell entwickelt?

Maurice: Also über Trial and Error, über die Jahre. Zum Beispiel dachten wir mal: Die Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen liest niemand. Aber wir haben ihre Gesamtbewertung und relativ viel Traffic. Wir könnten ihnen auch die Fläche bieten, selbst darüber zu berichten. Aber dann haben wir uns gesagt, dass wir eigentlich keine finanzielle Beziehung mit denjenigen wollen, die bewertet werden und haben die Idee fallengelassen. Dafür hat aber folgende Idee einfach wunderbar funktioniert und wird jetzt weiterentwickelt: „Hey, wenn das rot ist, hier kannst Du das Gleiche in grün kaufen.“

Max: Was treibt Dich nach wie vor an?

Maurice: Der Beweggrund die Motivation und auch die Überzeugung, dass WeGreen sich selber tragen muss. Ich bin kein Fan von Spenden oder Stiftungsgeschichten, weil das irgendwie recht schnell an seine Grenzen stößt. Um noch umfassender zu informieren soll WeGreen als Geschäftsmodell aus eigener Kraft funktionieren. Dann können wir noch umfassender informieren. Und das ist das Ziel.

Max: Wie viel Vorlaufzeit hat WeGreen gebraucht? 

Maurice: Wenn man alles mitrechnet 2,3 Jahre mindestens. Ich finde Zeit ist ein aussageloser Parameter, um das zu messen. Eigentlich ist die Frage, mit welchen Ressourcen – also mit wie wenig Geld und wie wenig Zeit und wenig Know-How man etwas hinkriegt. In diesem Team bestehen wir so seit einem Jahr, ich mache das Ganze alleine aber schon ein bisschen länger.

Max: Wie würdest Du das Geschäftsmodell in Bezug auf die Aspekte swapping, sharing, creating einordnen?

Maurice: Wir haben zwar manchmal auch gebrauchte Produkte auf der Seite, die besser abschneiden, eben weil Sie gebraucht sind. Das ist aber nicht wirklich mit der Frage gemeint, glaube ich. Schaffung von Werten trifft es am besten. Der Wert, den wir neu schaffen ist, dass nachhaltiger Konsum massentauglich wird, weil er nicht mehr so sperrig ist – wegen die Nachhaltigkeitsampel. Ein langfristiges Ziel ist, die Kaufströme vom gesamten E-Commerce in den grünen Bereich zu lenken durch Infos, durch Transparenz, durch unsere Plattform, durch die Nachhaltigkeitsampel. Es sind zwar die Produkte aller großen Shops, wie Otto, Zalando, Neckermann usw. bei uns z finden, aber den Umsatz machen meistens die kleinen grünen. Ich will nicht sagen klein ist grün und groß ist rot. Aber oft konzentriert sich ein kleiner Hersteller 100% darauf Bio-Fairtrade-Schokolade zu machen und im Gegensatz dazu bringt ein Konzern wie Nestlé, nur einzelne Produkte, macht also Green-Lining. Da klappt es dann aber nicht so richtig mit der Glaubwürdigkeit, deswegen machen die kleinen mehr Umsatz. Und es ist ja auch gut, dass sie unterstützt werden, weil sie oft wenig Geld für Marketing haben. Bei uns aber zahlt kein Unternehmen, sondern es geht einfach um Information. Dass Menschen die besser informiert sind, auch die besseren Sachen kaufen, ist logisch.


Max: Könnten Sie Ihr Geschäftsmodell grafisch illustrieren? 

Maurice (entwirft obenstehende wunderbare Skizze und sagt): Auf der einen Seite haben wir ganz viele Siegel und Organisationen wie z.B. Greenpeace, andere NGOs oder Verbraucherinitiativen. Insgesamt gibt es über 400 Siegel in Deutschland, die irgendwie Nachhaltigkeit oder deren Teilaspekte bewerten. Es ist zwar einerseits schön, dass es die alle gibt, aber für den Mainstream der Verbraucher ist es auch eine Katastrophe, weil dann die Bildzeitung kommt und sagt „ist doch eh alles Greenwashing“ oder „vertraue dem Biosiegel nicht, ist doch alles Schwachsinn“.  Und dann sind die Leute verunsichert und fühlen sich entscheidungsunfähig, weil es so viele Quellen sind, die alle etwas anderes bewerten – Tierschutz, CO2 Ausstoß, Handelsbedingungen oder was auch immer. Ich kenne mich mit diesen Quellen gut aus, weil ich mich damit beruflich beschäftige. Andere Leute fuchsen sich da rein, um herauszubekommen, welche Siegel gut sind, aber für die Masse sind diese Quellen eine diffuse Wolke. Der WeGreen Ansatz ist, diese Wolke zu nehmen und zu sondieren: das ist gut, das ist besser, das ist nicht so gut. Dann wird alles gebündelt und die Gesamtbewertung in Form einer Ampel an die Produkte gehängt – grün, gelb, rot. Rot ist schlecht und grün ist gut. Bis dato hat das jeder verstanden. In der Ampel wird außerdem die exakte Note angezeigt, damit man die feineren Abstufungen zwischen Marken und Produkten erkennen kann.

Max: Generiert das Geschäftsmodell außer Profit Werte?
Maurice: Die Frage ist eher umgekehrt zu stellen, denn der Hauptzweck ist ja, Menschen zu informieren, Orientierung zu geben und nachhaltigen Konsum massentauglich zu machen. Und der noch viel größere Wert ist nachgelagert: Social Impact z.B. die Stärkung von Fairtrade-Produkten und der Impact auf die Unternehmen, der große Konsumgüterhersteller oder Händler dazu bringt, sich zu ändern. Ein Beispiel dazu, was nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat: Als die Preissuchmaschinen gestartet sind, hat der Handel sich fundamental verändert. Die Leute hatten mehr Infos und es hat sich sehr viel weg von den großen –  wie Mediamarkt und Saturn –verlagert, hin zu dezentral. Das kann man jetzt auch gut finden. Bequem erhältliche Information ist also einfach ein super Hebel für Veränderung. Ich sage immer, dass wir mit dem Tool WeGreen den schlafenden Riesen wecken, denn die Leute, die eigentlich nachhaltig konsumieren würden, es aber noch nicht tun, weil es zu kompliziert ist, haben ein fundamentales Veränderungspotenzial.

Max: Sind Sie durch das neue Geschäftsmodell neue Partnerschaften eingegangen? 
Maurice: Ja, sehr viele. Wir arbeiten mit über 400 Datenpartnern, wie z.B. Greenpeace, anderen NGOs, den Verbraucherinitiativen und vielen mehr zusammen. Auch die Siegelbetreiber, Fairtrade oder z.B. der deutsche Rat für nachhaltige Entwicklung, der hat einen Einkaufsratgeber für nachhaltigen Konsum. Natürlich haben wir mit den kleinen, grünen Shops auch direkte Kooperationen. Und die Dritte Form der Partnerschaft ist, dass wir unsere Ampel auch für dritte Dienste rausgeben, so etwas wie z.B. die Smartphone App barcoo, mit der man Barcodes scannen kann. Auch Ecosia eine Suchmaschine, mit der man beim Suchen quasi für den Regenwald spendet, ist einer unserer wichtigen Partnern.  Solche Partnerschaften wollen wir jetzt viel weiter ausbauen, sodass jetzt auch andere Portale, Shops, Apps etc. die Nachhaltigkeitsampel einbinden können.



Max: Hat die Idee WeGreen zur Erschließung eines neuen Marktes geführt?  
Maurice: Ja, das ist aber auch noch im Gange. Unser Markt ist ja quasi der grüne E-Commerce. Der fängt gerade erst an, interessant zu werden. Die größten Zahlen für nachhaltige Produkte gibt es immer noch im Lebensmittel- und Textilbereich. Immer mehr Leute kaufen aber jetzt z.B. auch Möbel nach ökologischen Gesichtspunkten. Das letzte Sofa, was man gekauft hat, dünstete vielleicht zwei Wochen lang in der Wohnung Gift aus. Jetzt sucht man ein Sofa ohne Gift. Auch Effizienz von Elektronikgeräte sind ein Mega-Thema, das gerade erst startet. Das heißt, der Markt der nachhaltigen Produkte wird derzeit grösser und breitet sich auf andere Bereich sich aus. Es ist toll, dass die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln so stark wächst pro Jahr, aber 90% des Gesamtkonsums sind eben immer noch rot. Für den Shift zu mehr Grün möchten wir eine zentrale Instanz bieten.

Max: Welche Ergebnisse hat das Geschäftsmodell bisher? 
Maurice: Also wir haben mit null Euro Marketingbudget schon, ja, viele tausend Nutzer monatlich. Für die stellen wir auf Facebook-Aktionen oft rote Produkte neben grüne, die gleich gut aber günstiger sind. Um einfach mal zu sagen: Es ist Quatsch, dass immer gesagt wird, nachhaltige Produkte seien per se teurer und könne man sich gar nicht leisten. Das ist vielleicht bei Fleisch der Fall, aber dass es für den ganzen Rest ebenso gälte ist Blödsinn. Im Gegenteil – der Nike-Schuh kostet ja nicht soviel, weil die Herstellung soviel kostet oder die Arbeiter soviel kriegen, sondern weil die Werbung viel kostet. Bei Coca-Cola ist es genauso und beim Fernseher auch. Wir wollen das faktische Preis-Leistungsverhältnis aufzeigen, und Menschen informieren. Du hast also jetzt die Wahl ein rotes Produkt zu kaufen, wo Du für die Marke bezahlst, oder für den gleichen Preis ein grünes, das echte Qualität bietet. Und immer wenn wir das aufzeigen ist klar, dass man blöd wäre, das andere zu kaufen. Bei der totalen Transparenz in den Dimensionen Preis, Qualität und Nachhaltigkeit triffen Menschen einfach bessere Entscheidungen.

Das Interview führte Maximilian Spettel im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes „New Business Models“ vom Fachgebiet für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Kassel. Ziel des Projektes ist die Identifizierung von Geschäftsmodellen, die nicht auf einer rein ökonomischen Profitgenerierung basieren, sondern Aspekte der Nachhaltigkeit beinhalten und einen innovativen Ansatz zeigen.

Grundstoff - korrekte Basics, Basics, Basics

"Unbedruckte Basic-Kleidung und Basic-Accessoires. Alle erhältlichen Teile verzichten bewusst auf von außen sichtbare Labels, Logos oder Aufdrucke." Genau das macht das Sortiment unseres Partnershops grundstoff aus.

Laut wikipedia bezeichnet das Wort 'Grundstoff' ein Ausgangsmaterial für die weiterverarbeitende Industrie. Die weiterverarbeitende Industrie ist in diesem Fall wohl das Individuum, dass aus zeitlosen Klassikern ohne irgendwelche Label seinen eigenen Stil kreiert.


Über sich selbst sagt grundstoff: "Die Grundidee ist bezahlbare Kleidung anzubieten, die ohne von außen sichtbare Labels, Logos und Druckmotive daherkommt, sich im Wesentlichen auf das beschränkt was gute Kleidung ausmacht und trotzdem die nötige Portion »Style« hat. Wir stellen dabei den Artikel selbst in den Vordergrund, nicht das Image der Marke die dahintersteht. Man bekommt bei uns keine Statussymbole, sondern Statements."


"Große Teile der angebotenen Produkte stammen aus fairer Produktion bzw. fairem Handel und/oder sind aus Biobaumwolle hergestellt. 75% der verfügbaren Artikel ein Zertifikat oder Siegel das die Einhaltung von hohen Sozialstandards bei der Produktion und/oder die Qualität der verwendeten Biobaumwolle garantiert."

Bis auf 7 Produkte haben alle eine grüne Nachhaltigkeitsampel. Ein guter Grund in 2424 grundstoff-Artikeln im Marktplatz zu stöbern. Auf Dich warten T-Shirts, Sweatshirts, Jeans, und Schuhe für Männer sowie Frauen…


Anfang 2007 wurde der Shop in einer kleinen Scheune in der Nähe von Frankfurt am Main gegründet. Mittlerweile ist das Team aber in einen neuen Firmensitz mit einem größeren Lager nahe Frankfurt am Main umgezogen.

Unabhängig vom Bestellwert wird in der Regel frei Haus und CO2-neutral mit DHL go green versandt. Durch die Nähe zu einem DHL Paketzentrum kann dieser Partnershop noch am gleichen Tag versenden. Bestellst Du also bis 17 Uhr, so erreicht Dich die Sendung meist innerhalb von 24 Stunden. Auch bei Retouren geht alles blitzschnell: Eine Rückerstattung des Warenwerts, genauso wie der Versand von Umtäuschen erfolgt meist noch am selben Tag.
Grundstoff auf wegreen.de macht Shoppen also grüner, schöner und schneller.

Weg mit dem Winterspeck! Sportmarken im Vergleich:

Warum tummeln sich nur alle großen Sportmarken im Mittelfeld? "Mittelmäßig in Sachen Nachhaltigkeit", das hört sich ja nicht gerade besonders sportlich an. 
Das japanische Unternehmen Asics ist die fünftgrößte Marke im Sportschuh-Markt weltweit und macht 1,6 Mrd. Euro Umsatz. Dennoch hat Asics nicht vor alle gefährlichen Chemikalien aus dem Lebenszyklus der Produkte zu entfernen. Außerdem werden die Löhne nicht offiziell an einem ortsabhängigen Mindesteinkommen ausgerichtet. Somit ist nicht bekannt, ob Asics seine Arbeitnehmer über oder unter einem solchen bezahlt.

Derweil zeigen Outdoormarken wie Vaude und Jack Wolfskin, wie man Produkte generell nachhaltiger herstellt. Aber natürlich werden auch diese Outdoormarken ständig kritisch begutachtet und getestet. Greenpeace zum Beispiel untersuchte erst kürzlich Outdoorbekleidung auf Imprägniermittel der Katgegorie Fluorcarbonharze und fand sie überall. Wir kennen sie von der Teflonpfanne und GoreTex. Sie wirken nicht nur wasserabweisend, sondern gleichzeitig auch öl- bzw. schmutzabweisend. Eine hauchdünne Schicht reicht für diesen Effekt und trotzdem bleiben ­Jacken leicht und atmungsaktiv. Aber laut Greenpeace sind alle PFCs langlebig und stark umweltschädigend. "Das heißt, einmal in die Umwelt freigesetzt, werden sie so gut wie nicht abgebaut und verteilen sich über den Globus. Die toxischen Eigenschaften sind häufig unbekannt. Meistens, weil sie noch nicht ausreichend untersucht wurden." 

Als Reaktion auf diese Untersuchung entschieden sich fast alle Outdoormarken bis 2020 auf PFC in Bekleidung zu verzichtenEine ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Alternative zu mit PFC imprägnierten Stoffen wie GoreTex ist z.B. Sympatex oder Polyurethan. Soll der Stoff nicht nur wasserdicht, sondern auch schmutzabweisend sein, empfehlen sich laut Marijke Schöffel Imprägnierungen mit Wachsen oder Paraffinen, Polyurethanen, Dendrimeren oder Silikonen. Hier muss man dann aber wohl im Detail beim Hersteller nachfragen.

Fakt ist, dass man manchmal vernünftige Outdoorkleidung braucht aber nicht bis 2020 warten kann. Es ist also wünschenswert, dass PFC baldmöglichst nicht mehr in Outdoobekleidung vorkommt. Es ist übrigens nicht bisher nicht nachgewiesen, dass PFC-Imprägnierungen für den Träger eine akute Gefahr darstellen„Die Wirkungen sind eher langfristig zu sehen, weil die Stoffe in die Umwelt gelangen und die Menschen sie so irgendwann wieder aufnehmen“, sagt Lena Vierke, Expertin beim Umweltbundesamt.

Wir wünschen den Marken daher wir viel Erfolg auf der Rennstrecke Richtung Nachhaltigkeit und Euch viel Spaß beim Sporteln.

Patagonia mags abgerissen

Patagonia hat sich auf 4 Werte festgelegt: Reduzieren, Reparieren, Weitergeben und Recyceln. Denn die Marke sieht im ständigen Wachstum, das die meisten Unternehmen anstreben, das eigentliche Problem. Denn die Vorteile verbesserter Technologien frisst dieses Wachstum stets wieder auf.

Trotz dieser Festlegung steigen die Absatzzahlen – nicht exponentiell, aber sie steigen. Argwöhnische Stimmen behaupten, die Marke habe den Verbraucher mit umgekehrter Psychologie manipuliert. Für derlei Verdachtsmomente lässt die Familie hinter Patagonia jedoch keinen Raum und fragt: "Wenn ab morgen alle nur noch das kaufen, was sie wirklich brauchen, dann bricht die heutige Wirtschaft zusammen. Aber wenn die heutige Wirtschaft uns in den Abgrund führt, was dann?"

zu Patagonia auf dem WeGreen-Marktplatz

Laut dem Global Footprint Network verbrauchen wir derzeit 150% dessen, was unser Planet an wichtigen Ressourcen regenerieren kann. Der angestrebte Anstieg des Wohlstandes und der gleichzeitige Anstieg der Bevölkerung würden entsprechend bedeuten, dass es um 2050 etwa 300-500% sein werden. Nur haben wir keinen zweiten, dritten oder gar fünften Planeten.

Was wäre, wenn immer mehr Menschen nur das an langlebigen und korrekt produzierten Produkten kaufen, was sie brauchen, und diese dann auch noch reparieren, weitergeben und recyceln? Patagonias steigender Absatz, zeigt die Entscheidung hin zu langlebiger Qualität und einem umweltbewussten und fairen Lebensstil, der immer aktueller wird.

Vor zwei Wochen veröffentlichte Patagonia "Worn Wear: a Film About the Stories We Wear".
Der Film ist außer Markenwerbung auch eine Einladung all das Zeug, was man bereits hat, zu zelebrieren und erklärt in australischem Slang, warum man sein Zeug nicht immer vor jedem Kratzer schützen kann.

Es würde den Planeten nicht stören, wenn mit Marken wie Patagonia die lange Nutzung und der genügsame Umgang mit Nutzgegenständen wieder hip werden. Erst abgerissen, dann mit Verstand und Herz geflickt – das ist der wahre Trend der Zukunft.

Rekordstrafe für europäische Großbanken - Welcher Bank kann man noch vertrauen?

Die EU-Kommission verhängte am Mittwoch wegen Manipulation von Zinsreferenzsätzen eine Rekordgeldstrafe von 1,7 Milliarden Euro gegen sechs europäische Großbanken. Die Deutsche Bank erhielt mit rund 43% den Großteil der Strafe. Schäuble sprach sich nur Stunden später gegen eine Regulierungspause der Banken aus. „Die Kreativität der Banken, die Regulierung zu umgehen, ist weiterhin groß“. Er wisse, dass die Banken meinten, es reiche mit der Regulierung. Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen konnte diese Aussage allerdings nicht verstehen. „Es kann nicht sein, dass man sich hinstellt und sagt, die Banken umgehen immer noch die Regeln.“
Vielleicht führt eine Gegenüberstellung von GLS Bank und Deutscher Bank zu einem klareren Gespür für die tatsächlichen Glaubenswerte der Banken.


Im Jahr 2012 machte Ackermann einer Doppelspitze aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen Platz. Für den Neuanfang gab Fitschen bekannt, sei man auf der Suche nach einem Ersatz für den alten Slogan "Leistung aus Leidenschaft". Sofort machten Verbraucher auf Twitter und Co. viele Vorschläge, wie u.a. "Leistung, die Leiden schafft" oder "Doppelspitze hält länger". Letztlich erwies sich die Neuausrichtung der Unternehmenskommunikation aber bald aufgrund immer neuer Klagen aus aller Welt wegen besagter Zinsmanipulationen, mutmaßlicher Bilanztricksereien, Hypothekenklagen und vermuteter Justiztäuschung als unmöglich.

Fazit: Eine rote Nachhaltigkeitsampel für die Deutsche Bank. Um genau zu sein, werden im Milieu der konventionellen Banken laufend Regelverstöße bekannt. Zusätzlich zu den Korruptions-Skandalen kann der Verbraucher sich sicher sein, dass sein Geld grundsätzlich für den gerade profitabelsten Zweck – wie etwa die Rüstungsindustrie, Rohstoffspekulation oder Finanzderivate auf Nahrungsmittel etc. – einsetzt wird. Nicht so bei den alternativen Banken.



Eine grüne Nachhaltigkeitsampel hat beispielsweise die GLS Bank. Sie wirbt mit dem Slogan "Die Verantwortung fürs Geld kann man am Bankschalter abgeben. Muss man aber nicht." Sie wurde 1974 gegründet und nahm sich vor, nach sozial-ökologischen Grundsätzen zu arbeiten. Da Banken bekanntermaßen mit dem Geld, welches der Verbraucher auf sein Konto legt arbeiten, fragt die GLS-Bank ihre Kunden gleich, in welchem ökologischen oder sozialen Bereich das eigene Geld eingesetzt werden darf. Mittlerweile gibt es weitere Banken mit derartigen Grundsätzen. Die Triodos Bank und die Umweltbank schneiden beispielsweise gut in Sachen Nachhaltigkeit ab.

Woodlike - wie fühlt sich das an?

So fühlt sich Woodlike an: Nerdige Brillen mit Bügeln aus Bambus. Als Button-Up-Shirts verkleidete Baumwoll-Hemden ohne Manschetten. All das ist stylisch und trotzdem so relaxed, dass es schon etwas provokant ist. "Sei Clever, bleib bequem und fühlt dich frei", dass wünscht sich das Team hinter der dem Eco-Fashion-Label für seine Kunden. Es gibt eine Menge nerdiger Brillenmodelle für Mann und Frau, sowie Hemden, Strickjacken, Schmuck und natürlich eine Vision, die vielleicht in etwa so aussieht…
Ein authentischer Mix aus zertifizierten ökologischen Stoffen, langlebigen Styles, hoher Qualität, Sicherung guter Arbeitsbedingungen, Recycling, Upcycling, "Aufbäumen" und Design. Aufbäumen? Aufbäumen heißt, dass mit jedem Bekleidungsstück das Du kaufst, woodlike einen Baum pflanzt.

Träumst du jetzt, oder hast Du die glitzernden Kristalloberfläche des den Moonshine-Rings schon entdeckt? Jeder Ring ist ein Unikat und wird aus einem Stück Achat handgefertigt.

Hochwertige Lieblingsteile anstelle von Trash. Entdecke Woodlike auf dem WeGreen-Marktplatz.