Ob Giorgio Armani mit 79 wohl noch Lust hat etwas zu ändern?

Nach einem abgebrochenen Medizinstudium arbeitete Giorgio Armani als Schaufenster-Dekorateur. In den darauf folgenden Jahren baute er ein Modeimperium auf, dessen Allein-Aktionär der Neunundsiebzigjährige noch heute ist. Beeindruckende Leistung – aber wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus?

 Nachhaltigkeitsprofil von Armani
Schaut man bei Greenpeace nach, wird Armani mitsamt seinen Untermarken als "giftig" eingestuft. Denn in Armani-T-Shirts wurden fortpflanzungsschädigende Weichmacher (Phthalate) in hohen Konzentrationen gefunden. Außerdem fand man heraus, dass bei der Herstellung der Kleidung giftige Chemikalien eingesetzt werden, die während der Herstellung und beim Waschen in die Gewässer gelangen. Für Kosmetikprodukte und insbesondere Parfüm steht Armani auf der schwarzen Liste für Marken, die Tierversuche durchführen bzw. durchführen lassen. Bis heute will Armani leider keine verbindlichen Aussagen in Sachen Nachhaltigkeit machen.

Transparenz ist keine Stärke der Marke. Armani verrät dem Verbraucher nichts Konkretes zu Bestimmungen in Bezug auf Umwelt, CO2-Ausstoß oder Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern. Deshalb vergibt Rank-a-brand, eine unserer Bewertungsquellen, die schlechtmöglichste Note. Bei den meisten anderen Bewertungsquellen schneidet Armani nicht viel besser ab. 

Resümee – eine rote Ampel Herr Armani. Sie haben als Allein-Aktionär die Chance sich stark zu verbessern und von anderen Unternehmen abzuschauen, wie man grün, fair und transparent sein kann.